Leitbild
Leitbild des Christusträger-Sozialwerk e.V.
Alten- und Pflegeheim

Christophorus

I. Unsere Geschichte

Die Christusträger-Schwesternschaft, die seit 1961 besteht und sich in kommunitär lebende Gemeinschaften gliedert, ist in folgenden Ländern der Welt vertreten:
Deutschland, Pakistan, Argentinien, Brasilien und Indonesien.
Ende der sechziger Jahre entwickelte sich in unserer Gemeinschaft das Vorhaben, in der Altenhilfe in Deutschland tätig zu werden.
Die Situation von Pflegebedürftigen berührte uns.
1972 kam es zur Gründung des gemeinnützigen Vereines

„ChristusträgerSozialwerk",

bestehend aus Mitgliedern der Schwesternschaft.

Wir begannen die Arbeit mit alten Menschen in einer kleinen Altenpflegeeinrichtung mit 20 Plätzen in Alsbach/Bergstraße.
Dies war unser Pilotprojekt für die jetzt bestehende Einrichtung in Rödermark, die 1990 im Februar
begann und 117 Plätze umfasst.


II. Unser Auftrag


Als Christusträger wissen
wir uns von Gott getragen
und wollen IHN,
angelehnt an das Beispiel
des Christophorus
(übersetzt Christusträger)
zu den Menschen tragen.


Unser Altenpflegeheim trägt den Namen „MORIJA“, was übersetzt heißt:

„GOTT sorgt vor“.

Dieser Name beinhaltet die Zuversicht,
die wir für dieses Haus und die darin
lebenden Menschen im Herzen haben.

Wir wollen in unserer Aufgabe
jedem Menschen deutlich machen,
dass sein Leben einen
unschätzbaren Wert hat,
weil es von Gott geliebt ist.

III. Ziele die unser Handeln bestimmen

Wir wollen jedem Heimbewohner die
seiner Lebenssituation angepasste
bestmögliche Lebensqualität schaffen.

Das heißt für uns:

Die Würde des Einzelnen wahren

Seine Identität und Individualität
respektieren und fördern

Gemeinschaft und Heimat anbieten

Professionell gute Pflege, Versorgung
und Betreuung sicherstellen

Sterbende begleiten und ihnen beistehen

Belange pflegebedürftiger Menschen für
die Öffentlichkeit wahrnehmbar machen

IV. Wege zu unserem Ziel

1. Eine flexible Grund-Organisation mit kurzen Entscheidungswegen.
An verantwortlichen Stellen vertreten Christusträger-Schwestern einheitlich unser umseitig beschriebenes Menschenbild und transportieren es an die Basis.

2. Die Struktur des Hauses bietet familiäre Einheiten,
die den Eintritt in den neuen Lebensabschnitt erleichtern, Geborgenheit vermitteln und Orientierung geben sollen.

3.Das Empfangen und Verabschieden des Einzelnen
findet besondere Beachtung.

4. Wir bieten eine Ganzheitliche Pflege
Das heißt für uns:
Individuell, aktivierend, Selbstständigkeit und Mitspracherecht fördernd
mit dem Menschen umzugehen.
Dies alles unter Berücksichtigung eines
in sich schlüssigen Pflegeprozesses,
sowie der Biographie des Einzelnen
und mit Einbeziehung der Angehörigen.

5. Das Soziale, therapeutische, kulturelle und
religiöse Angebot
ist ausgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen jedes Einzelnen und ist gerade dem am schwersten eingeschränkten Bewohner angemessen.

6. Hauswirtschaft

a) Die Essensversorgung durch Haupt- und Stationsküchen
geschieht durch ausgewogene, altengerechte
Ernährung und Flüssigkeitsangebot,unter Berücksichtigung notwendiger Diäten und individueller Wünsche.
Die Arbeit in der Hauswirtschaft geschieht in enger Absprache mit den Mitarbeiter/innen in der Pflege.

b) Reinigungsdienst und Wäschepflege werden bewusst nur von Mitarbeiter/innen des Hauses geleistet, um auch in diesem Bereich den familiären Charakter des Hauses zu unterstützen und flexibel und individuell zu handeln.
So wird dem einzelnen Bewohner Zuwendung, Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht, nach dem Grundsatz,
das Eigentum des Bewohners zu schützen.
Wir bieten eine gute, dem Einzelnen entsprechende
Umgebung und Bekleidung, die den hygienischen Anforderungen gerecht wird .

7. Verwaltungsarbeit im Büro und
ganztägig besetzter Pforte

hat im Mittelpunkt den einzelnen Bewohner mit seinen Bedürfnissen und wird als zuarbeitende, unterstützende Arbeit für die direkt am Menschen Tätigen gesehen.
Die Verwaltung versucht Wege zu schaffen, dass möglichst viel Mittel frei bleiben für die den Bewohner direkt tangierenden Arbeiten. Verwaltungsmitarbeiter/innen suchen das direkte Gespräch mit Bewohner/innen und sorgen mit dafür, dass alle Arbeitsbereiche miteinander verzahnt sind und ein dem Menschen dienender Austausch geschieht.

8. Technische Arbeiten durch den Hausmeister

werden als konstruktive Unterstützung in allen Arbeitsabläufen des Hauses ausgeführt und schaffen den Rahmen für die Sicherheit, Mobilität und Lebensraumgestaltung für die Bewohner/innen.
9. Einbindung im öffentlichen Leben
Öffnung nach Außen

Wir setzen uns ein für ein gutes Miteinander mit
der Kommune und den Kirchengemeinden.
Die Förderung und Pflege von Kontakten nach außen
ist uns ein besonderes Anliegen.

10. Gesellschaftliche Mitverantwortung

tragen wir dafür, dass Menschen Beziehung zu
Alter und Pflegebedürftigkeit bekommen.
Wir sind bereit, Auszubildende, Diakonische Helfer/innen, Zivildienstleistende, Praktikanten/innen und Ferienhelfer/innen aufzunehmen, anzuleiten und zu fördern.

11. Auswahl von Mitarbeiter/innen

Diese sollen den christlichen Grundgedanken mittragen und die Bereitschaft haben, Entwicklungsprozesse im Haus mitzugehen.
Wir legen Wert auf intensive Einführung,
Begleitung und Kontrolle sowie Fortbildungsangebote.
Spezielle Mitarbeiterpflege geschieht
durch gemeinsame Veranstaltungen,
durch persönliches Interesse am Einzelnen
und Achtung der Persönlichkeit.

„ Von Anfang an habe ICH euch getragen,
seit eurer Geburt sorge ich für euch.
ICH bleibe derselbe;
ICH werde euch tragen bis ins hohe Alter,
bis ihr grau werdet.
ICH, der HERR, habe es bisher getan, und ICH werde euch auch in
Zukunft tragen und retten.“

Bibel (AT): Jesaja Kapitel 46

Leitbild

Im Sinne dieser Zusage GOTTES
wollen wir im Haus „Morija“
dienen mit ganzem Herzen,
zum Wohl der Menschen und zur Ehre GOTTES.